Wir haben Ihnen bereits 5 Berühmtheiten vorgestellt, die gerne Whisky tranken und trinken. Mit diesen fünf Persönlichkeiten aus Politik, Literatur, Musik und Film haben wir selbstverständlich erst eine Handvoll der berühmten Whiskytrinker der Welt vorgestellt. Zu stark ist die Verlockung, zu anregend die Inspiration, zu befreiend das Gefühl, einen Schluck des Wassers des Lebens zu trinken, als dass man so schnell alle wichtige Persönlichkeiten aufzeigen könnte, die jemals dem Whisky verfallen waren. Deswegen möchten wir Ihnen heute vier weitere berühmte Whiskytrinker vorstellen.

1. Kate Middleton, Duchess of Cambridge

Sie ist die Tocher zweier Flugbegleiter, studierte in Schottland Kunstgeschichte und traf dort auf Prince William – den sie 2011 heiratete. Das machte aus der „bürgerlichen“ Dame die Duchess of Cambridge. In den Medien geht es immer wieder um die Mode der Duchess und es ist weit bekannt, dass das königliche Paar jedes Jahr Skiurlaub macht. Tatsächlich ist es auch so, dass Kate Middleton immer den Umsatz ihrer Kleider in die Decke schießen lässt, wenn sie mit ihnen in der Öffentlichkeit gesehen wird.

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Bei so einer damenhaften Frau würde man gar nicht vermuten, dass sie der trinkfestere Partner in der Beziehung ist. Vor allem kennt man auch den Vater von Prince William als Whiskyfreund, der der islayschen Whiskybrennerei Laphroaig das königliche Siegel verlieh. Vielleicht ist es ihre „niedere“ Abstammung, die ihr dem Adelskind einen Vorteil gibt. Jedenfalls machte das königliche Paar 2014 einen Abstecher in Glenturret, was als älteste Brennerei Schottlands gilt. William und Kate probierten beide eine Reihe an verschiedenen Whiskys, die dem Prinzen immer wieder ein Husten oder Kopfschütteln entlockten. Es wurde den beiden unter anderem der Snow Grouse Blended Scotch angeboten, welcher mit seinen sanften Geschmacksnoten speziell an Frauen ausgerichtet ist. Kate nahm einen Schluck davon und empfand ihn als „very nice“ – und empfahl ihrem Gatten, doch auch lieber „the girlie one“ zu probieren.

Der Prinz ließ sich diese Stichelei nicht gefallen und bewies seinen Trinkergeist, indem er sich an einen frischgebrannten Whisky herantraute – stolze 68,9% Alkoholgehalt besaß er. Der anwesende Master Blender äußerte, dass man Mut bräuchte, um sich sowas anzutun. Später wurde ihnen noch ein Whisky mit 57,8% präsentiert, der den Prinzen zum Husten brachte. „Blimey“, sagte er dazu. Kate lehnte zunächst ab, doch ihr Gatte spornte sie dazu an, mitzuziehen. Sie schnupperte am Whisky, nahm schließlich einen Schluck – und lachte. „Delicious“, beschrieb sie den Tropfen.

2. William Faulkner

William Faulkner gilt als einer der bedeutendsten Autoren Amerikas. Er stammte aus dem amerikanischen Süden und sein literarisches Werk war heimatverbunden – die Akteure waren oft Abkömmlinge von Sklaven, die weiße Arbeiterklasse oder aber sie stammten auch aus der Oberschicht des Südens. Zu seinen Auszeichnungen gehört der Nobelpreis für Literatur, den er 1949 erhielt für seinen „machtvollen und künstlerisch einzigartigen Beitrag zur modernen Erzählliteratur Amerikas“. Er war eines der literarischen Genies, die es in den 30ern nach Hollywood und dem großen Erfolg lockte. So hat er nicht nur einen Teil in der Literaturgeschichte, sondern formte im jungen Hollywood auch die frühe Filmgeschichte.

Doch er verabscheute den Ruhm und die Öffentlichkeit. Den Nobelpreis sagte er zunächst ab und es kostete einiges an Überredungsarbeit, um den Preis doch anzunehmen. Die Filmarbeit tat er wohl nur des Geldes wegen und er verließ in den 40ern Hollywood. Das zeigt schon auf, dass sich hinter diesem Mann ein verworrener und exzentrischer Kern verbirgt. Doch sein Privatleben stellte das noch in den Schatten. In seinen Teenager-Jahren verknallte er sich in ein Mädchen namens Estelle Oldham, doch sie heiratete mit neunzehn Jahren jemand anderen. Faulkner kam darüber anscheinend nie hinweg, dass sein Teenie-Schwarm vergriffen war – als die Ehe von Estelle zehn Jahre später in einer Scheidung endete, heirateten Estelle und Faulkner wenige Monate später im April des Jahres 1929. Doch worauf der Literat so viele Jahre gewartet hatte, schien doch nicht das zu sein, was er sich erträumt hatte. Die Liebe schien schon bald aus der Ehe verflogen zu sein, als Faulkner 1935 eine Affäre anfing mit einer jungen Dame in Hollywood. Diese Affäre überdauerte mehr als ein Jahrzehnt. Doch bei dieser einen Affäre verblieb es auch nachher nicht – mehrere weitere Affären Faulkners sind bekannt, meist mit weitaus jüngeren Frauen.

Und von seinen Trinkgelagen haben wir noch gar nicht angefangen. Er selbst sagte von seiner Tätigkeit:

“My own experience has been that the tools I need for my trade are paper, tobacco, food, and a little whisky.”

Man sagt, als einmal ein Übersetzer daran verzweifelte, einen Satz aus einem Manuskript von Faulkner zu entziffern, hat sich Faulkner selber nochmal genau den Satz angesehen und wäre dann in Lachen ausgebrochen. „Ich habe keine Ahnung, was ich damit gemeint habe,“ gab er dem Übersetzer gegenüber zu. Er erklärte es damit, dass er üblicherweise spät nachts schrieb und immer eine Flasche Whisky in Reichweite hatte. Doch er fing erst richtig an zu trinken, wenn er ein Projekt abgeschlossen hatte. Darüber möchten wir jedoch nicht allzuviel berichten – aus biographischen Berichten geht hervor, dass sein Trinkverhalten oft verheerende Folgen nach sich zog und selbstzerstörerische Züge annahm.

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Stattdessen möchten wir den Literaten mit Klasse in Erinnerung halten: So liebte er den Mint Julep Cocktail, eine Mischung aus Minze, Bourbon Whiskey und Zucker. An kalten Winternächten hingegen trank er gerne einen Hot Toddy, der unterschiedliche Formen annehmen kann. Gewöhnlich beinhaltet ein Hot Toddy Schnaps und heißes Wasser mit Honig und Kräutern und Gewürzen. Faulkner selber bereitete ihn folgendermaßen vor: Er befüllte ein großes Tumbler Glas mit etwas Jack Daniel Whiskey. Er selber machte das halbe Glas damit voll, aber das finden wir doch etwas arg übertrieben. Er fügte einen Teelöffel Zucker hinzu und den frisch ausgepressten Saft einer halben Zitrone. Dann rührte er erstmal, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Zum Abschluss befüllte er das Glas mit kochendem Wasser.

Aber vermutlich kann man jeden Whisky für dieses Rezept verwenden. Er sagte nämlich auch:

“There is no such thing as bad whiskey. Some whiskeys just happen to be better than others.“

3. Igor Strawinsky

Igor Stravinsky war ein Musiker, der trotz widriger Umstände eine massive Reihe an Errungenschaften in seinem Leben erbrachte. Er wurde 1882 in eine Musikerfamilie in Sankt Petersburg geboren, doch seine Eltern entschieden, dass er Rechtswissenschaft studiert. Im Studium lernte er den Sohn des Komponisten Nikolai Rimski-Korsakow kennen, wodurch er dann doch den Weg zur Musik fand. Die russische Revolution und der erste Weltkrieg zwangen ihn und seine Familie dazu, in die Schweiz zu fliehen. Als 1914 sein viertes Kind geboren wurde, wurde bei seiner Frau Tuberkulose festgestellt, woran sie 1939 nach 33 Jahren Ehe starb. Darauf beschloss Strawinsky, nach Amerika umzuziehen, was für die letzten Jahrzehnte seines Lebens seine Heimat war. Doch er führte bereits seit 1921 eine Affäre mit der russischen Künstlerin Vera de Bosset, die er 1940 in Amerika heiratete.

Man erkennt wiedereinst: Ein Künstler mit einem turbulenten Leben. Trotz der Kriege und den Umbrüche in seinem Leben schrieb er zahlreiche berühmte Opern und genoss sein Leben lang Anerkennung für sein Schaffen. Wie er das bewerkstelligte? Nun, er witzelte gerne über sich selber:

„My God, so much I like to drink Scotch that sometimes I think my name is Igor Stra-whiskey.“

4. Soggy Sweat

Der amerikanische Richter Noah „Soggy“ Sweat ist bekannt für eine Rede, die er 1952 im Parlament von Mississippi hielt. Zur Debatte stand die Frage, ob man das Alkoholverbot aus der Prohibition im Staate Mississippi abschaffen möchte. Die Position von Soggy Sweat zu der Frage war bis dato unbekannt, weshalb seine Rede zwiespältige Effekte hervorrief. Der Kern der Rede lautete wie folgt:

„If when you say whiskey you mean the devil’s brew, the poison scourge, the bloody monster, that defiles innocence, dethrones reason, destroys the home, creates misery and poverty, yea, literally takes the bread from the mouths of little children; if you mean the evil drink that topples the Christian man and woman from the pinnacle of righteous, gracious living into the bottomless pit of degradation, and despair, and shame and helplessness, and hopelessness, then certainly I am against it.

But, if when you say whiskey you mean the oil of conversation, the philosophic wine, the ale that is consumed when good fellows get together, that puts a song in their hearts and laughter on their lips, and the warm glow of contentment in their eyes; if you mean Christmas cheer; if you mean the stimulating drink that puts the spring in the old gentleman’s step on a frosty, crispy morning; if you mean the drink which enables a man to magnify his joy, and his happiness, and to forget, if only for a little while, life’s great tragedies, and heartaches, and sorrows; if you mean that drink, the sale of which pours into our treasuries untold millions of dollars, which are used to provide tender care for our little crippled children, our blind, our deaf, our dumb, our pitiful aged and infirm; to build highways and hospitals and schools, then certainly I am for it.“

Nachdem der erste Teil der Rede vollendet war, sollen alle Gegner des Alkohols laut gejubelt haben. Nachdem Soggy jedoch den zweiten Teil seiner Rede vorgelesen hatte, jubelten stattdessen die Befürworter des Alkohols. Nicht ohne Grund hat diese Rede ihren eigenen Platz auf Wikipedia als „If-by-whiskey“ Rede. Soggy Sweat lieferte mit seiner Rede eine Parodie der Doppelzüngigkeit in der Politik und stellte offen, dass es in der Debatte lediglich um Rhetorik ging. So kann man zumindest vermuten – was er selber mit seiner Rede aussagen wollte, ist leider unklar. Er bezeichnete seine Rede bloß als „allgemeingültigen Ansatz“ zu einem kontroversen Thema.

Nun – mit wem würden Sie sich wohl am liebsten mit einer Flasche Whiskey wiederfinden? Mit dem genialen Igor Stra-whiskey mit seinen noch genialeren Wortspielen oder mit dem Reden schwingenden Amerikaner Soggy Sweat? Oder würden Sie doch lieber versuchen, die Duchess of Cambridge unter den Tisch zu trinken? Wie wäre es mit einem Hot Toddy, zubereitet von William Faulkner? Teilen Sie es uns gerne in den Kommentaren mit.