Whiskyblog

Wissenswertes rund um Whisky und Schottland

Whisky Kaufen für Anfänger

Niemand ist gerne ein „Anfänger“. Man denkt dann gleich an „Amateur“ oder „unerfahren“. Aber andererseits geht man ohne Voreinstellungen an den Whisky und darf trotzdem ein Genießer sein. Man steht am Anfang einer Reise in unbekannte Gewässer, die neue Eindrücke, Erfahrungen und vielleicht auch das eine oder andere Abenteuer bereithält. Gerne und offen willkommen wir diejenigen auf whiskeyblog.de, die den Mut fassen, sich auf etwas Neues einzulassen. Hierzu ein Leitfaden für Anfänger und Interessenten, was es beim ersten Kauf des Whisky zu beachten gilt.

Verschiedene Arten von Whisky

Zu allererst: Whiskey ist nicht gleich Whisky. Schon am Namen erkennt man: Whisky stammt aus Kanada oder Schottland. Whiskey aus Amerika oder Irland. Aber auch innerhalb des Landes kann man zwischen den Whiskys verschiedener Regionen unterscheiden. In Schottland etwa gibt es Whisky aus Highland, Lowland, Speyside oder Islands. Mit der Zeit werden sie lernen, einen bestimmten Geschmack mit den verschiedenen Regionen zu verbinden.

Aber der wirklich grundlegende Unterschied zwischen den verschiedenen Whiskys ist die Getreidesorte(n), aus die er gewonnen wird. Diese sind vor allem Gerste, Mais, Weizen oder Roggen. Man erkennt an der Klassifizierung des Whiskys, welches Getreide ihm zugrunde liegt: Single Malt Whisky besteht ausschließlich aus gemälzter Gerste. Ein Bourbon hingegen muss einen Maisanteil von mindestens 51% besitzen. Und ein Blended Whisky ist eine Mischung von Whiskys aus mehreren Brennereien, ist quasi der „Mischling“ im Vergleich zu den „Reinrassigen“ Whiskysorten.

Allen Whiskys ist gemein, dass sie mindestens drei Jahre in einem Fass reifen müssen. Die meisten Single Malt Whiskys haben aber mindestens zehn Jahre in einem Fass verbracht. Als grobe Faustregel gilt: desto mehr Jahre der Whisky auf dem Buckel hat, desto besser. Gleichzeitig aber auch: desto teurer.

In unserem Whiskey A-Z erläutern wir weitere Begriffe der Whiskywelt.

Einstiegstaugliche Whiskys

Die „absolute Einstiegsklasse“, laut Horst Lüning von whisky.de, findet man im nächsten Aldi oder Lidl wenn man einen Whisky kaufen möchte. Dazu mehr in seinem Video: „Whisky Verkostung: Discount Whiskys“, oder auch auf alkoblog.de: „Discounter-Whisky im Test: Aldi, Lidl & Penny im Vergleich“. Für um die 7€ wird man einen günstigeren Whisky sonst nirgendwo finden. Hierbei handelt es sich um Scotch Blends: Blended Whiskys aus schottischen Brennereien. Man kann kaum erwarten, dass sie sehr viel länger als die notwendigen drei Jahre im Fass verbringen und das merkt man auch am Geschmack. Wie es Horst Lüning in seinem Video erklärt, weisen diese Whiskys aufgrund ihres geringen Alters eine „Metalligkeit“ im Geschmack auf, schmecken eher eintönig und blass, meistens auch sehr bitter.

Doch es gibt Leute, die damit zufrieden ist, und man tastet sich damit an die Sache heran. Es ist auf jeden Fall etwas anderes als ein Wodka und vielleicht kommt man damit ja schon auf den Geschmack. Aber wie bereits angemerkt handelt es sich hierbei immer um blutjunge Blended Whiskys, die allerhöchstens einen Bruchteil der Whiskywelt widerspiegeln. Dadurch weiß man auf jeden Fall noch lange nicht, wie etwa ein Single Malt schmeckt, der zwölf Jahre im Fass gereift ist.

Wie zum Beispiel der Glenfiddich 12 Jahre. Der meistverkaufte Single Malt Whiskey aus Schottland besitzt über einen fruchtigen und prickelnden, aber dennoch besonders leichten und milden Geschmack. Auch hält er im Abgang nicht zu lange an und ist durch seine Eigenschaften so gut wie jedem bekömmlich. Anders könnte der Whisky auch nicht sein, um so wahnsinnig erfolgreich zu sein. Zu einem vernünftigen Preis von 28€ ist der Glenfiddich 12 Jahre der beste und ungefährlichste Einstieg in die Welt der Whisky.

Glenfiddich 12 Jahre Single Malt Scotch Whisky (1 x 0.7 l)
  • Special Reserve Single Malt
  • Besonders Mild durch die Lagerung in spanischen Sherry- und amerikanischen Bourbonfässern.
  • Sitz bei Dufftown in der Speyside, inmitten der schottischen Highlands.

Manche hingegen finden den Glenfiddich 12 Jahre langweilig. Man muss eben im Hinterkopf behalten, dass es sich um einen weichen, massentauglichen Whisky handelt. Wer bereits als Feinschmecker in die Whisky-Welt eintaucht, dem empfehlen wir hingegen den Glenmorangie 12 Jahre Nectar d’Or. Auch ein Single Malt aus Schottland, den viele als guten Einstiegswhisky bezeichnen, besitzt er aber einen vielschichtigen, schärferen Geschmack, der im ganzen Mund aufgeht.

Glenmorangie 12 Jahre Nectar d'Or Highland Single Malt Whisky mit Geschenkverpackung (1 x 0.7 l)
  • Schottlands beliebtester Single Malt Whisky!
  • Extra Matured in exklusiven Sauternes-Fässern
  • Zitrone - Weiße Schokolade - Honig

Wer sich hingegen an einen ersten amerikanischen Bourbon herantrauen will, dem empfehlen wir den Maker’s Mark. Der Maker’s Mark ist ein Bourbon Whiskey aus Kentucky mit einem süßen, weichen Geschmack, der als purer Whiskey getrunken werden kann, sich aber auch prima zum Mixen im Cocktail oder in der Whiskey-Cola eignet. Er hat nur drei Jahre im Fass gereift, aber bei einem Bourbon ist das nicht ganz so wichtig wie bei einem Scotch.

Angebot
Maker's Mark Kentucky Straight Bourbon Whisky (1 x 0.7 l)
  • Jede einzelne Flasche Maker's Mark wird von Hand in rotes Wachs getaucht und versiegelt. Dieses Siegel ist das unverwechselbare, individuelle Markenzeichen dieses außergewöhnlichen Bourbons und macht jeden Maker´s Mark zu einem Unikat.
  • Die Verwendung von Winterweizen statt des üblichen Roggens verleiht dem Maker´s Mark ein unverwechselbares Geschmackserlebnis.
  • Durch seinen hohen Weizenanteil in seiner Maische fällt der Bourbon besonders weich aus. Außerdem wird vor der Fermentation Hopfen hinzugefügt, um ein reinere Maische zu erhalten.

Vor einem teureren Blended Whiskey zum Einstieg würden wir eher abraten. Da Blends aus Whiskeys verschiedener Regionen, Brennereien und Fässern bestehen, ist das schon eine sehr viel kompliziertere Sache. Gewöhnlich sind sie auch würzig, scharf und rauchig, was nicht jedem Gaumen bekommt.

Was beim Einkauf des Whiskys auf Amazon zu beachten ist, können Sie hier bei uns nachlesen: Whisky auf Amazon bestellen – ein Ratgeber

Fazit

Beim ersten Einkauf des Whiskys sollte man nicht knausern – über zwanzig Euro sollte es schon kosten, damit man einen guten Einblick in die weite Welt der Whisky bekommt. Ein milder, weicher Single Malt Whisky, wie der Glenfiddich 12 Jahre, ist ein guter Einstiegswhisky. Glenfiddich ist nicht ohne Grund einer der meist verkauften Single Malt Whiskys. Wer sich aber bereits etwas mehr mit Single Malt Whiskys befasst hat, darf sich auch gerne an einen Glenmorangie 12 Jahre herantrauen. Dieser eignet sich aufgrund seiner milde und dem leichten fruchtigen Aroma ebenfalls sehr gut als Einsteigerwhisky und wird von den meisten „Kennern“ häufig etwas mehr bevorzugt. Wer einen Whisky zum Mixen will, oder erst mal einen amerikanischen Bourbon probieren will, dem empfehlen wir den Maker’s Mark.

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Whisky? War es Liebe auf den ersten Blick oder mussten Sie sich erst an den Geschmack gewöhnen? Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen gerne in den Kommentaren mit.

1 Kommentar

  1. Stefanie Müller

    2. August 2016 at 20:03

    Beim Kauf eines Whiskys sollte man auf jeden Fall auf gute Qualität achten, wobei dieser Artikel für Einsteiger gut geeignet ist.

    Whisky ist nicht gleich Whisky und beim billigen Fusel bekommt man schnell Kopfweh und zudem schmeckt er eh nicht gut. Die Metallligkeit von billigen Whiskys muss nicht wirklich sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

© 2019 Whiskyblog

Theme von Anders NorénHoch ↑